Hier ist der aktuelle deutsche Standard nach FCI ..vom 20.12.2024



20.12.2024 / DE 

(GÜLTIG SEIT 01.08.2024) 

FCI-Standard Nr. 172 

CANICHE

(Pudel)


ÜBERSETZUNG: Laurence Goffin. Überarbeitung: VDH / 

Offizielle Originalsprache (FR). 

URSPRUNG: Frankreich 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN 

OFFIZIELLEN STANDARDS: 20.03.2024

VERWENDUNG: Gesellschafts- und Begleithund 

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 Gesellschafts- und 

 Begleithunde. 

 Sektion 2 Pudel 

 Ohne Arbeitsprüfung 


KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: 

Das französische Wort 

“caniche” (Pudel) kommt etymologisch von dem französischen Wort “cane” für die weibliche Ente. 

In anderen Ländern ist der Name mehr 

mit ‚sich im Wasser lebhaft bewegen‘ assoziiert.

Ursprünglich war dieser Hund für die Jagd von Wildgeflügel benutzt worden. 

Er stammt von dem Barbet ab, von dem er auch viele Eigenschaften beibehalten 

hat. 

1743 nannte man ihn “la caniche”: 

die Barbet(hündin). 

Später wurden dann die Rassen Barbet und Caniche mehr und mehr getrennt gezüchtet. 

Züchter haben sehr viel harte Arbeit investiert, um die ursprünglichen Exemplare mit gleichmäßiger Farbe zu erhalten. 

Wegen seines freundlichen, spielerischen und loyalen Charakters und auch wegen seiner vier Größen und verschiedener Farben, die jedermann je nach Geschmack wählen kann, wurde der Pudel ein sehr 

beliebter Gefährte. 


ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: 


Hund von mittleren Proportionen mit charakteristischem krausem Haarkleid, welches entweder gelockt oder geschnürt ist. 


Er hat das Ansehen eines intelligenten, stets wachsamen, munteren, sowie harmonisch gebauten Hundes, der den Eindruck von Eleganz und Stolz erweckt.


WICHTIGE PROPORTIONEN:


Die Länge des Fangs ist ungefähr neun Zehntel der gesamten Kopflänge.

Die Länge des Körpers (Schulterblatt – Sitzbeinhöcker) ist etwas größer als die Schulterhöhe.

Die am Widerrist gemessene (Schulter)höhe ist fast dieselbe wie die an der Kruppe.

Das Maß von Standfläche bis zum Ellenbogen beträgt fünf Neuntel der Schulterhöhe.


VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN):


Dieser Hund ist bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Gesellschaftshund macht.


KOPF:

Vornehm, mit geraden Kopfebenen und im Verhältnis zum Körper passend. Der Kopf muss gut geschnitten sein, nicht zu schwer, aber auch nicht übermäßig fein.


OBERKOPF

Schädel: Seine Breite beträgt weniger als die Hälfte der Kopflänge.

Von oben betrachtet erscheint der Schädel oval und gewölbt. Die Längsachsen von Schädel und Nasenrücken sind leicht divergent.

Die Augenbrauenbogen sind mäßig betont, mit langem Haar bedeckt.

Stirnfurche: Breit zwischen den Augen, zum stark ausgeprägten Hinterhauptbein abnehmend. (Beim Zwergpudel darf das Hinterhauptbein leichter betont sein).

Stopp: Wenig ausgeprägt, aber auf keinen Fall nicht vorhanden.


GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm: Gut entwickelt, im Profil Vorderkante gerade,

offene Nasenlöcher. Bei schwarzen, weißen, grauen, zweifarbig schwarzen, zweifarbig grauen, schwarz mit loh-farbenen und dreifarbigen Hunden ist die Nase schwarz; bei braunen sowie bei 

zweifarbig braunen ist sie braun und falbfarben. Bei falben oder zweifarbig falben Hunden kann der Nasenschwamm braun oder schwarz sein, je nach Intensität der falben Farbe. 

Bei hellfalben Hunden muss der Nasenschwamm möglichst dunkel sein.

Fang: Fangoberkante gerade, in der Länge ca. neun Zehntel der Schädellänge. Die beiden Unterkieferknochen verlaufen fast parallel. 

Der Fang ist kräftig. 

Lefzen: Mäßig entwickelt, eher trocken, von mittlerer Dicke. 

Die Lefzen schließen den Fang seitlich knapp. Bei den schwarzen, weißen und grauen Pudeln sind die Lefzen schwarz, bei braunen Pudeln braun. 

Bei den Apricot-Pudeln und rotfalbenen Exemplaren sind die Lefzenkanten mehr oder weniger dunkelbraun oder schwarz. 

Der Maulwinkel darf nicht ausgeprägt sein. 

Kiefer / Zähne: Vollständiges Scherengebiss mit kräftigen Zähnen. 

Backen: Nicht hervortretend, Modellierung folgt den

darunterliegenden Knochen. Die Partie unterhalb der Augen ist fein modelliert und mäßig ausgefüllt. Die Jochbeine sind nur gering betont. 


AUGEN: Aufgeweckter Ausdruck, auf der Ebene des Stopps leicht schräg eingesetzt. 

Mandelförmige Augen. Schwarz oder dunkelbraune 

Farbe. Bei den braunen Pudeln dürfen die Augen dunkel bernsteinfarben sein. 

Lidränder: Die Lidränder sind schwarz bei den schwarzen, weißen und grauen Pudeln, braun bei den braunen Pudeln. Bei den hellen Apricot-Pudeln müssen die Lidränder möglichst dunkel sein. 


OHREN: Ziemlich lang und an den Wangen anliegend. Angesetzt in der Verlängerung einer Linie von der Fangoberkante bis zum äußeren Augenwinkel. 

Flach, unterhalb des Ansatzes breiter und an der Spitze abgerundet; sie sind mit sehr langem, welligem Haar bedeckt. Die 

Spitze erreicht den Maulwinkel, wenn man sie nach vorne zieht, idealerweise überlappt sie diese. 


HALS: Kraftvoll, Nacken leicht gebogen, von mittlerer Länge und ausgewogen. Der Kopf wird hoch und stolz getragen. Im Schnitt ist der Hals oval und ohne Wammenbildung. Seine Länge ist etwas geringer als die des Kopfes. 


KÖRPER: Ausgewogen. Die Länge übertrifft etwas die

Schulterhöhe.

Oberlinie: harmonisch und fest.

Widerrist: Mäßig ausgeprägt. Die Schulterhöhe ist fast dieselbe wie der Abstand des Kruppenbeginns zum Boden.

Rücken: kurz.

Lenden: fest und bemuskelt.

Kruppe: gerundet, aber nicht abfallend.

Brustkorb: Bis zu den Ellenbogen reichend; in der Breite zwei Drittel der Tiefe entsprechend. Vorbrust: Die Spitze des Brustbeins soll leicht

aufwärts ausgeprägt sein. Bei Großpudeln sollte der Brustumfang – hinter den Schultern gemessen - die Schulterhöhe um mindestens 10cm übertreffen. Oval im Querschnitt, breit im Bereich des Rückens.

Untere Profillinie und Bauch: Leicht aufgezogen.


RUTE: Ziemlich hoch im Verlauf der Rückenlinie angesetzt (leicht erhoben, idealerweise im Bezug zur Rückenlinie auf „10 nach 9“ getragen). Das Kupieren der Rute ist nicht mehr gestattet.


GLIEDMASSEN

VORDERHAND:

Allgemeines: vollkommen gerade und parallel gestellt, gut bemuskelt mit guten Knochen. Der Abstand vom Ellenbogen zum Boden ist

etwas mehr als die Hälfte der Schulterhöhe.

Schulter: schräg liegend, muskulös. 

Das Schulterblatt bildet mit dem

Oberarm einen Winkel von ungefähr 110º.

Oberarm: Die Länge des Oberarms entspricht der des Schulterblattes.

Vorderfußwurzelgelenk: in Verlängerung des Unterarms.

Vordermittelfuß: kräftig und im Profil fast senkrecht gestellt.

Vorderpfoten: eher klein, fest geschlossen, leicht oval. 

Zehen gut gewölbt und geschlossen. Die Ballen sind hart und gut gepolstert. 

Die Krallen sind schwarz bei schwarzen und grauen Pudeln. Bei den braunen sind sie braun.

Bei den weißen Pudeln dürfen die Krallen jede Farbe von hornfarben bis zu schwarz haben. Bei den Apricot-Pudeln und den rotfalben Exemplaren sind sie braun oder schwarz; möglichst dunkel, je nach

Farbe des Haarkleids.


HINTERHAND:

Allgemeines: Von hinten betrachtet sollen die Läufe parallel gestellt sein; Muskulatur gut entwickelt und deutlich modelliert.

Oberschenkel: gut bemuskelt und kräftig. Der Hüftgelenksbereich muss gut ausgeprägt sein.

Kniegelenk: gut gewinkelt.

Sprunggelenk: Das Sprunggelenk (Hintermittelfuß-Gelenk) muss ziemlich gut gewinkelt sein).

Hintermittelfuß: ziemlich kurz und senkrecht gestellt. Keine Afterkrallen.

Hinterpfoten: eher klein, fest geschlossen, leicht oval. Zehen gut gewölbt und geschlossen. Die Ballen sind hart und gut gepolstert. 

Die Krallen sind schwarz bei schwarzen und grauen Pudeln. Bei den braunen sind sie braun.

Bei den weißen Pudeln dürfen die Krallen jede Farbe von hornfarben bis zu schwarz haben. 

Bei den Apricot-Pudeln und den rotfalben Exemplaren sind sie braun oder schwarz; möglichst dunkel, je nach Farbe des Haarkleids.


GANGWERK: Der Pudel hat eine tänzelnde und leichtfüßige Gangart.


HAUT: geschmeidig, nicht schlaff, gut pigmentiert.

Bei schwarzen, braunen, grauen und apricotfarbenen oder rotfalbenen

Pudeln muss die Pigmentierung der Farbe des Haarkleides entsprechen. Bei den weißen Pudeln wird eine silbergraue Hautfarbe angestrebt.


HAARKLEID

Haar:

Pudel mit lockigem Haar (Wollpudel): üppig, von feiner, wolliger Textur, fein gekräuselt, bei Handauflegen elastisch. Das Haar soll

dicht, reichlich einheitlich lang und gleichmäßig gelockt sein.


Schnürenpudel: üppig, von feiner, wolliger und dichter Textur,

charakteristische Schnüre bildend, die mindestens 

20 cm lang sein sollten.

Farbe:

Einfarbig: Schwarz, Weiß, Braun.

Braun: Sollte satt, ziemlich dunkel, gleichmäßig und tiefgründig sein.

Bei schwarzem oder braunem Haarkleid keine weißen Abzeichen.

Grau, Falb.

Beige und seine helleren Abstufungen sind nicht zugelassen.

Grau: muss gleichmäßig sein, satt, weder rußig noch zu weiß, kann jedoch je nach Alter mehrere graue Nuancen enthalten.

Apricot: Muss gleichmäßig sein. Es kann von cremefarben über orange (apricot) bis ins Rotfalbene reichen.

Augenlider, Nasenschwamm Lippen, Zahnfleisch, Gaumen, natürliche Öffnungen, Hodensack und Fußballen müssen gut pigmentiert sein. 

Bei hellfalben Hunden muss die gesamte

Pigmentierung so dunkel wie möglich sein. 

Bei grauem oder falbem Haarkleid ohne weiße Abzeichen.


Sonstige Farben:

Mehrfarbige Hunde, zwei Farben

Vorwiegend weiß, mit ungleichmäßiger Verteilung der anderen Farbe:


Schwarz und weiß.

Blau/gräulich und weiß.

Falb und weiß.

Braun und weiß.

(Im weißen Teil an den Pfoten oder am Körper können einzelne

Flecken auftreten, diese sind aber nicht erwünscht).

Vorwiegend reine Farbe mit weißen Stellen an Pfoten und Vorderbrust, manchmal Maske am Fang und/oder Rutenspitze

(Hunde mit Mantelpelz, Tuxedo)

Rücken von brauner Farbe

Rücken von schwarzer Farbe


Falbe Hunde: 

(eine Farbe vorherrschend, falbe Stellen eng begrenzt und rein lohfarben):

Braun mit Loh

Schwarz mit Loh

Obligatorische Lohfarbe:

• Über beiden Augen

• Auf den Wangen und in den Ohren

• An der Seite des Fangs

• An den äußeren Enden und Innenseiten der Gliedmaßen

• An der Vorderbrust, am Rand des Skrotums bei Rüden bzw. der Vulva bei Hündinnen

Falbe Flecken dürfen nicht schwarz gewolkt oder zu blass sein.

Weiße Flecken sind nicht gestattet.

Dreifarbig: Schwarz, weiß und falb gefleckt. 

Falbe Flecken mindestens auf Höhe der Augenbrauen und am Rand des Skrotums bei Rüden bzw. der Vulva bei Hündinnen.

Sonstige mehrfarbige Hunde:

Gestromt und weiß Gestromt


GRÖSSE: In allen Varietäten muss die geschlechtsspezifische Prägung sichtbar sein.


Großpudel: über 45 cm bis zu 60 cm mit einer Toleranz von 2 cm. 

Der Großpudel muss ein vergrößertes und entwickeltes Modell des Kleinpudels sein und dabei alle typischen Merkmale aufweisen.


Kleinpudel: über 35 cm bis zu 45 cm.


Zwergpudel: über 28 cm bis zu 35 cm. Der Zwergpudel soll einen verkleinerten Kleinpudel darstellen und nach Möglichkeit dieselben

Proportionen beibehalten ohne Verzwergungsmerkmale aufzuweisen.


Toypudel: über 24 cm (mit einer Toleranz von –1 cm) bis zu 28 cm

(das erwünschte Ideal ist 25 cm). Der Toypudel stellt in seinem Gesamtbild das Aussehen eines Zwergpudels dar, und gleiche

Proportionen und Standardbedingungen sind zu erfüllen. Alle Merkmale einer

Verzwergung sind ausgeschlossen, nur das Hinterhauptbein kann weniger betont sein. 


FEHLER:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehlerangesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.


SCHWERE FEHLER:

• Augen zu groß, rund oder zu tiefliegend, nicht dunkel genug

• Ohren zu kurz (erreichen nicht den Maulwinkel)

• Schnabelförmiger oder spitzer Fang

• Gewölbter Nasenrücken

• Karpfen- oder Senkrücken

• Zu tief angesetzte Rute

• Abfallende Kruppe

• Hinterhandwinkelung zu gerade oder überwinkelt

• Schlaffe und gestreckte Gangart

• Spärliches, weiches oder raues Haarkleid

• Bei einfarbigen Hunden: Unklare oder unregelmäßig verteilt

Farbe

• Nasenschwamm teilweise ohne Pigment

• Fehlen von 2 PM2.


DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:

• Aggressive oder ängstliche Hunde

• Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder

Verhaltensstörungen aufweisen.

• Mangelnder Typ, speziell am Kopf, was insbesondere auf Einkreuzungen hindeutet

• Hunde, die größer als 62 cm bei Großpudeln und kleiner als 23 cm bei Toys sind

• Fehlende Rute oder angeboren kurze Rute

• Afterkrallen oder Spuren davon an den Hinterläufen

• Hunde, die Verzwergungsmerkmale aufweisen: Apfelkopf, nicht erkennbar ausgeprägtes Hinterhauptbein, übertriebener Stopp,

vortretende Augen, zu kurzer, aufgeworfener Fang.

• Praktisch keine Stirnfurche.

• Zu leichter Knochenbau bei den Toys.

• Vollständig eingerollte Rute.

• Bei einfarbigen Hunden: Alle weißen Flecken am Körper und/oder an den Füßen für alle anderen als die weißen Hunde

• Bei andersfarbigen Hunden:

o Einfarbige Hunde mit einem abgegrenztem

andersfarbigem Fleck (mismarking).

o Fehlende Harmonie bei der Verteilung der Farben am Kopf.

o Farbiger Augenfleck im weißen Fell (Piraten).

o Zwei Augenflecke im weißen Fell.

• Nasenschwamm vollständig ohne Pigmentierung

• Vorbiß oder Rückbiß

• Jedes Problem der Zahnstellung, das Verletzungen für den Hund zur Folge haben könnte 

(Beispiel: ‚Fehlstellung des unteren Caninus, der den Gaumen berührt).

• Fehlen eines Schneidezahns oder eines Caninus oder eines Reißzahns.

• Oder Fehlen eines PM3 oder eines PM4.

• Oder Fehlen von 3 PM oder mehr (außer PMI).


N.B.

• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.


Zusatz zum Standard

Die Beurteilung eines Pudels bei einer Ausstellung ist auf keinen Fall eine Wettbewerbsbeurteilung der Schur. Es sollte nicht zu einer

übertriebenen Schur ermutigt werden.


ANERKANNTE AUSSTELLUNGSSCHUREN

Schnurrbart ist bei allen Ausstellungsschuren gestattet.

Löwenschur: Der Pudel, gleichgültig ob mit gelocktem oder geschnürtem Haarkleid, wird an der Hinterhand bis zu den Rippen geschoren. Ebenfalls geschoren werden: die Schnauze, ober- und

unterhalb der unteren Augenlider; die Wangen; die Vorder- und Hinterläufe, bis auf Manschetten oder Ringe und beliebige Muster an den Hinterläufen; 

die Rute, außer einem runden oder länglichen

Puschel. Ein Schnurrbart ist für alle Exemplare vorgeschrieben. 

Es ist erlaubt, an den Vorderläufen ein Haarkleid, Hose genannt, zu belassen.

Moderne Schur: An allen vier Beinen darf das Haarkleid belassen werden, vorausgesetzt, dass folgende Regeln beachtet werden.

1. Es werden geschoren:

 a) Der untere Teil der Vorderläufe, von den Krallen bis zur Kralle am Carpalballen; der unter Teil der Hinterläufe bis zur gleichen Höhe. Mit der Schermaschine dürfen nur die Zehen geschoren werden.

 b) Kopf und Rute gemäß den vorhergenannten Vorschriften.

In dieser Schur können ausnahmsweise zugelassen werden:

 • Ein kurzer Bart am Unterkiefer, der nicht stärker als 1cm sein sollte; seine untere Linie wird parallel zum Kiefer geschoren. Die Bartform, genannt « de bouc » (Ziegenbart), ist nicht erlaubt.

 • Der Puschel an der Rute kann weggelassen werden.

2. Gekürztes Haar: Am Körper mehr oder weniger lang aber wenigstens 1 cm, um auf der Rückenpartie eine Moirierung zu haben.

Die Länge wird um die Rippen herum und oben an den Gliedmaβen allmählich gesteigert.

3. Reguliertes Haarkleid:

a) Auf dem Kopf, auf dem eine Krone mit vernünftiger Höhe erhalten bleibt, genau wie auf dem Hals bis zum Widerrist, sowie vorne ohne Unterbrechung in einer leicht schrägen Linie vom oberen Teil der Vorbrust bis zum geschorenen Teil der Pfote. 

Oben an den Ohren, bis höchstens ein Drittel ihrer Länge, kann das Haarkleid mit der Schere gekürzt werden oder in Richtung des Fells geschoren

werden. Der untere Teil wird mit Haar bedeckt belassen, dessen Länge sich von oben nach unten erhöht und in Fransen endet, die mit der Schere angeglichen werden können.

b) Auf den Gliedmaßen « Hose », die einen deutlich

erkennbaren Übergang zum geschorenen Teil der Pfoten bilden. Die Länge der Haare erhöht sich allmählich nach oben, so dass sie 

(Haare langgezogen) auf den Schultern

und auf den Schenkeln ca. 4 bis 7 cm lang sind. 

Die Länge des Haarkleides hängt von der Größe des einzelnen Exemplars ab; es soll nicht bauschig wirken. 

Die « Hose » der Hinterläufe soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen. Jede andere Schur, die diesen Vorgaben nicht entspricht, führt zur Disqualifikation.

Unabhängig davon, welche Schur angewendet wurde, darf diese die Bewertung auf einer Ausstellung auf keinen Fall beeinflussen.

Alle vorgestellten Pudel, die in derselben Klasse starten, sollen gemeinsam bewertet und beurteilt werden.


Englische Schur: Bei dieser Schur werden in Ergänzung zur Löwenschur Motive, z.B. Ringe oder Manschetten an den Hinterläufen modelliert oder auf dem Kopf ein Haarschopf belassen.

Für diese Schur ist kein Schnurbart vorgeschrieben. Das Fehlen einer scharfen Abgrenzung am Haarkleid der Hinterhand ist erlaubt. 

Der Haarschopf ist nicht verbindlich vorgeschrieben (es ist verboten, Haarspray oder andere Substanzen zu benutzen um den Haarschopf zu befestigen.


Puppyschur

Anwendung der verschiedenen Schurpunkte der Modernen Schur.

Auf dem Kopf: ein mäßig hoher Haarschopf.

Das Haarkleid des Vorderkörpers wird in Kugelform geschoren, es bildet ein « Ei » von der Brustpartie bis zum Schopf.

Die « Hose » der Vorderläufe wird belassen; sie soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen.

Die Rute, außer in Puschelform, muss oval und länglich sein, die Schur ist breiter als länger, und die Spitze ist abgerundet.


Skandinavische Schur oder Terrier-Schur

Die Schur ähnelt der modernen Schur, doch die Ohren und die Ruhe können rasiert werden.






Hier ist der gültige FCI-Standard 172, gültig ab 01.08.2024 auf Englisch